Digitalisierung der freiwilligen Radfahrprüfung

TeilnehmerInnen Kontaktdaten

Name der Einrichtung

Jugendrotkreuz Tirol und duftner.digital

Anpsrechsperson

Mag. Philipp Schumacher Österreichisches Jugendrotkreuz – Landesleitung Tirol

Adresse

Rennweg 1/Hofburg 108 6020 Innsbruck

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Ausgangssituation

Mobil zu sein ist ein grundlegendes Bedürfnis eines jeden Menschen. Auch für Kinder ist die Teilnahme am Straßenverkehr eine wichtige Sache, zuerst als Fußgänger*innen, dann als Radfahrer*innen. Ein Kind hat die Möglichkeit, ab dem vollendeten neunten Lebensjahr und besuchter vierter Schulstufe oder vollendetem zehnten Lebensjahr unbegleitet im öffentlichen Verkehrsraum Rad zu fahren. Eine wichtige Grundvoraussetzung für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist die freiwillige Radfahrprüfung.

Um die Vorbereitung für die freiwillige Radfahrprüfung zeit- und ortsunabhängig so vielen Schüler*innen wie möglich zugänglich zu machen und Pädagog*innen im Unterricht zu unterstützten, entstand die Idee die Vorbereitung zu digitalisieren. Das Österreichische Jugendrotkreuz hat in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Digitalisierungsunternehmen duftner.digital den Kindern die Möglichkeit verschafft, sich mit der App „JRK Mobile Campus“ kostenlos und digital auf die freiwillige Radfahrprüfung vorzubereiten.

Projektziel

Gerade in diesen Zeiten, mit Herausforderungen wie Lockdown und anderen Corona bedingten Änderungen im Schulleben, stehen digitale und kontaktlose Lernmöglichkeiten im Zentrum. Lehrer*innen, Eltern/Erziehungsberechtige und Kinder sind so gefordert wie nie. Durch die digitalisierten Lernunterlagen wirkt die App „JRK Mobile Campus“ unterstützend und entlastend.

Ein weiteres Ziel ist es, Bildungsinhalte spielerisch und attraktiv weiterzugeben und damit eine Grundlage für eine erfolgreiche Radfahrprüfung und eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu ermöglichen. Digital zu lernen muss Spaß machen und attraktiv sein. Durch die App ist dies gegeben, wie eine Lehrerin aus Salzburg erzählt: „Herzlichen Dank, die Codes sind alle angekommen und die Kinder, inklusive Eltern und Lehrer, begeistert von der App. Wirklich eine tolle Sache! So macht das Üben gleich mehr Spaß!“.

Bereits über 12.000 User*innen aus fünf Bundesländern lernen mit der App „JRK Mobile Campus“. Schulen aus Tirol, Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich und aus dem Burgenland haben Zugänge für ihre Schüler*innen bestellt und integrieren die Lern-App im Unterricht. Die Digitalisierung und die methodisch-didaktische Aufbereitung soll die freiwillige Radfahrprüfung modernisieren und allen Kindern aus der Zielgruppe in Österreich zugänglich machen.

Projekbeschreibung

Die Lern-App beinhaltet Trainingseinheiten, die so aufbereitet sind wie Kinder am besten lernen: mit kurzen Info- und Erklärtexten, interaktiv und teils mit Videos und Bildern. Anhand der integrierten Lernkarten wird das Wissen nachhaltig aufbereitet und in ähnlicher Form wie bei der Prüfung abgefragt. Der Lernfortschritt kann jederzeit abgefragt werden, damit ergibt sich ein guter Überblick über das eigene Können. Das Lernen durch die App ist nachhaltig, da die Fragen so lange wiederholt werden, bis sie richtig beantwortet wurden. Durch den methodisch-didaktisch aufbereiteten Inhalt kann jeder Lerntyp effizient lernen.

Die App „JRK Mobile Campus“ besteht aus acht Trainingseinheiten:

1.      Bevor es los geht
Das Training behandelt die grundsätzlichen Voraussetzungen zum Radfahren sowie die korrekte Ausrüstung eines Fahrrads. Nach dem Training weiß man, welche acht Sachen das Fahrrad braucht und wie ein Helm schützt.

2.      Sehen und gesehen werden
Radfahrende haben vor allem während der Dämmerung und in der Dunkelheit ein erhöhtes Unfallrisiko. Im Training wird die Relevanz der Sichtbarkeit als Radfahrer betont. Die Kinder wissen bereits, dass Lichter und Reflektoren zur Grundausstattung gehören.

3.      Bodenmarkierungen und Verkehrsflächen

Was ist ein Radfahrstreifen? Was, wenn es keinen designierten Radweg gibt? Im Training lernen die Kinder, welche unterschiedlichen Verkehrsflächen es gibt. Außerdem lernen sie, was unterschiedliche Bodenmarkierungen bedeuten und welche Regeln diese implizieren.

4.      Inlineskaten

Die Radfahrprüfung gilt auch für Inlineskates oder E-Scooter. Die Kinder lernen daher, dass sie im Ortsgebiet auf Gehsteigen, Radwegen und Radfahrstreifen fahren dürfen.

5.      Wartepflicht und Vorrang

Worauf muss man achten, wenn man sich einer Kreuzung nähert? Was bedeutet es, wenn ich auf ein Stoppschild oder ein Vorranggebenschild zufahre? Die Kinder lernen in diesem umfangreichen Training an welche Regeln sie sich an Kreuzungen zu halten haben.

6.      Was ein Radfahrer können muss

In diesem Training analysiert das Kind unterschiedliche Situationen im Straßenverkehr. Dabei lernt es, wie man sich beim rechts oder links abbiegen verhält, welche Bodenmarkierungen beim Abbiegen helfen und wie man an Hindernissen vorbeifährt.

7.      Was ein Radfahrer wissen muss

In diesem Training geht es um fortgeschrittenes Wissen. Das Training thematisiert spezielle Situationen und Verhaltensweisen an Bahnübergängen und Bushaltestellen.

8.      Wichtige Verkehrszeichen

Als letzten Baustein gibt es eine allumfassende Übersicht aller wichtigen Verkehrszeichen mit denen Kindern beim Radfahren konfrontiert werden. Die Kinder zeigen dabei, dass sie die Verkehrszeichen richtig deuten und interpretieren können.

9.      Zusatzkapitel

10.   Prüfungsvorbereitung

Freunde, Eltern, Erziehungsberechtige, Großeltern und andere Familienmitglieder können durch interaktive Quizduelle mit dem Kind mitlernen. Auch können Kinder sich gegenseitig challengen und beim Quizduell gemeinsam ihr Wissen auf die Probe stellen.

Projektlaufzeit

Projektstart: 1.02.2021; Projektende: offen

Sonstige Anmerkungen

Bildrechte: ©duftner.digital

Einverständnis

Einverstanden

Kontakt / Rückfragen

KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Mag. Ingrid Kaiper-Rozhon, MAS
Telefon: ‭(0) 5 77077 1911‬
E-Mail: veranstaltungen@kfv.at
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